Mädchen für Alles

Tu ma lieber die Möhrchen

Posted in cupcakes, Deko, Download, Freebie, Ostern, Papier, printable, Rezepte by lovesonic on 12. April 2014

Obwohl ich noch nie ein sehr küchenaffiner Mensch war, bin ich ne ziemlich begeisterte Backfee. Ich mag Rezepte, die mir bis aufs Gramm genau sagen, was ich tun soll. Ich kann mich ganz gut an Vorgaben halten und beim Backen führt das ja meistens zum Erfolg. Wenn das Ergebnis dann auch noch dekorativ aussieht, hab ich umso mehr Spaß dran. Was back ich also am allerliebsten? Genau Cupcakes, die sehn irgenwie immer nach was aus und rufen Party. Und man kann oben noch Dekogedöns draufpacken.
What’s not to love?

Für unser Ostertrio sind mir dann natürlich auch direkt meine Möhrchenmuffins eingefallen, deren Rezept ich vor Jahren mal aus einer Fernsehzeitschrift ausgeschnitten hab.

Möhrenmuffins (Rezept aus TV piccolo)

Zutaten:
100g Möhren
75g Nüsse (z.B. Haselnüsse)
125g Margarine oder Butter
2 Eier
100g Mehl
50g Speisestärke
1 TL Backpulver

Zubereitung:
Backofen auf ca. 160° (Umluft) vorheizen. Zuerst die Möhren schälen, dann fein raspeln. Ich hab statt Haselnüssen Mandeln verwendet. Wenn man mag, kann man die in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Weiche Butter in einer Schüssel mit dem Zucker, den Eiern, dem Mehl, der Speisestärke und dem Backpulver auf der höchsten Stufe des Handrührgerätes gut mixen. Zum Schluß noch Möhren und Nüsse drunter mischen und Teig gleichmäßig in Muffinförmchen verteilen. (Der Teig geht im Vergleich zu anderen Muffinteigen nicht so wahnsinnig hoch auf.) Ungefähr 40 Minuten backen. (Bei meinem Ofen geht's immer ein bisschen schneller, der Holzspießtest hilft.)

Die Muffins sind allein schon echt recht lecker, zum Festtagsbrunch dacht ich mir, darfs aber gerne auch noch ein bisschen mehr sein. Deswegen hab ich Cynthia Barcomis Frischkäse-Buttercreme-Frosting geklaut.

Frosting (aus Cynthia Barcomis Backbuch)

Zutaten:
60g Butter
100g Frischkäse
100g Puderzucker
Zitronesaft/Zitronenschale

Also ich hab erst mal nur die Hälfte vom Rezept gemacht, weil mir diese Buttercremes sonst einfach viel zu mächtig sind. Butter und Frischkäse sollten Raumtemperatur haben. Beides mit dem Rührgerät verquirlen. Die gute Cynthia gibt dann 250g Puderzucker dazu. Mir waren die 100g schon fast zu süß. Auf die doppelte Menge kommt je ein Teelöffel Zitronensaft und -schale. Ich hab einfach ein bisschen was reingemacht und probiert, bis es mir getaugt hat.
Ungefähr zwei bis drei Teelöffel pro Cupcake mit einem Messer aufstreichen. Lecker!

Und siehe da, beide Komponenten haben sich auf Anhieb gut verstanden und geben freudig österliche Cupcakes. Ich hab dann noch meinen Aquarellkasten ausgegraben und ein Möhrchen gemalt. Einfach mit Masking Tape oder Klebeband am Zahnstocher befestigen, fertig ist der Cupcake-Topper. Da freut sich jeder Osterhase, garantiert.

Wenn Ihr also nächstes Wochenende zum Osterbrunch Möhrchen in Muffinform kredenzen wollt und zu faul seid selber zum Pinsel zu greifen, könnt Ihr hier meine Deko-Karotten runterladen. Vielleicht wollt Ihr auch noch passende Einladungs-Postkarten dazu haben? Bitteschön.
Halt, das war noch immer nicht alles! Hoppelt doch mal eben rüber zu wifrewu, die hat österliche DIY-Deko auf ihren Tisch gestellt und last but not least gibt’s Ostern goes Pink bei Mrs.-De-Elfjes. Mädels es war mir ein Fest mit Euch Osterbrunch-Ideen auszutüfteln, bis zum nächsten Mal!
Mehr Freebie-Printables

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Sn das fürn Lied? Das Möhrchen-Lied von the one and only Helge Schneider

Happy Bunny Day!

Posted in cupcakes, Deko, diy, Hunger, Rezepte, zusammen by lovesonic on 7. April 2014

Noch zwei Wochen bis zum Osterhasen! Ich bin ja ein großer Ostereierverstecker. Die Betonung liegt da ganz klar auf dem Verstecken, im Suchen bin ich nämlich ne ganz schöne Niete. Ohne “warm/kalt/Polarmeer”-
Zurufe hab ich nicht die geringste Chance auf Schokolade. Bisher musst ich Gott sei Dank noch nie leer ausgehen. Auch ganz wichtig das traditionelle Osterfrühstück mit Osterlamm, bunten Eiern und Feiertagsmarmelade zum Croissant. Ach, ausgedehntes Frühstück ist doch das Beste was es gibt, wenn ihr mich fragt. Und weil Ostern ja nur einmal im Jahr stattfindet, kann man da schon mal alle Register ziehen, finden wir. Und haben was ausgedacht. Nächsten Samstag, also mit genügend Zeit zum Nachmachen, haben wir für euch zauberhafte DIY-Dekoideen von wifrewu, wunderbare rosa (ach, rosa!) Backideen von Mrs.-de-Elfjes und von mir gibts die Mörchen. So long, happy Bunny Day!

This is were I long to be

Posted in body-image, Empfehlung des Hauses, fashion, Inbetweenie, Meinung, Serie by lovesonic on 26. März 2014

Ich hab ja ganz langsam eine leichte Abneigung entwickelt in Klamottenläden einzukaufen. An sich mag ich ganz gern so lässiges Zeug, was man im Skateboard-/Surf-/Angesagtetrendsportart-Laden findet. Gerade da ist in der Regel bei nem klein ausfallenden L für Mädels Schluss.
Auch die nachhaltigen Bio-Anbieter zum Beispiel tun sich schwer, jenseits der 42 zu denken. Da ist der Unterschied zwischen L und XL gerne mal gefühlte zwei Zentimeter in der Länge. Ich hab sogar mal einem jungen urbanem Label ne Mail geschrieben und gefragt, warum ihr Damensortiment bei L aufhört. Wenn man sowieso schon in kleineren Stückzahlen produziert, dann lohnt es sich nicht eine Minderheit zu bedienen. Gut, das musst ich mal so akzeptieren, aber ich frag mit seither, sind wir wirklich eine Minderheit. Oder sind wir vielleicht eine Nische, die man möglicherweise gerade als kleineres Label für sich nutzen könnte.
Letztens an der Nordsee also doch mal wieder in so ein Surfklamottenfachgeschäft reinspaziert und frustriert einen zu kleinen Kapuzenpulli nach dem anderen zur Seite geschoben. Ich bin da ja nicht so, ich kuck auch mal bei den Jungs und früher als ich einfach nur groß war und noch nicht so kurvig, hat das auch in der Regel gut funktioniert. Meine relativ breiten Schultern kommen den Herrenschnitten dabei entgegen, bei Damenblazern und sonstigen Jacken machen die mir gerne mal einen Strich durch die Rechnung. Lange Zeit hab ich mir eingeredet, dass das total cool ist, als Mädchen bei den Jungs einzukaufen. Vielleicht ist das Teil von der Identitätsfindung beim Erwachsenwerden, aber in den letzen Jahren hab ich mehr und mehr Schwierigkeiten mich mit Jeans und mit Glück T-Shirts mit Motiven, die wenn man sie als Frau anhat einen witzigen Bruch erzeugen, zufriedenzugeben. Ich mag gern Geblümtes und ja ich mag auch Rosa.
Mittlerweile war ich im Surfshop bei den Jacken angekommen und ich musste echt zwei mal hinkucken, da stand tatsächlich 44 auf dem Etikett. Und ich wurde nicht enttäuscht, das war auch wirklich ne tragbare 44, sogar meine breiten Schultern haben entspannt Platz gefunden. Das gute Stück ist dunkelblau und das Futter ist rosa. Das Futter ist rosa! Wenn du das liest und verstehst, was es bedeutet ne Jacke mit rosa Futter zu finden, die passt, dann „High Five!“ – wir verstehn uns.
Die Ding is ansonsten eher ein Mäntelchen, was ich sehr gerne mag, hat ne Kapuze und sieht auf den ersten Blick sehr wasser- und wetterfest aus. Aha, es handelt sich um ein Qualitätserzeugnis der Hamburger Marke „Derbe“, die machen urbane Mode mit Streetweareinschlag für die Waterkant. Wo man bekanntlich schon mal mit Regen und ordentlich Wind rechnen muss, der Einheimische nennt das wohl Schietwetter. Ich war als Kind ja ein großer Fan vom Ostfriesennerz, ich durfte da ein schickes blaues Exemplar mein Eigen nennen. Mein neuer Island Friese ist da jedoch deutlich angenehmer im Tragekomfort, hat aber eine ähnliche reduzierte Eleganz. Mit reduzierter Eleganz kriegt man mich immer.
Hallo Derbe, ich hab Euch sehr lieb dafür, dass ihr mir eine Jacke mit rosa gemacht habt. Ich war auch schon mehr als einmal zum Windowshopping in Eurem neuen Online-Shop und ich hab das Gefühl, das könnte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden. Danke, dass Euer Tellerrand nicht bei Größe 42 aufhört und vor allem, dass eure 44 keine zu knapp bemessene ist.
Hallo Welt, Hallo Inbetweenies, ich wollt Euch mal mitteilen, dass es tatsächlich den ein oder anderen Modemacher gibt, der gern für alle da sein will. Wenn mir wieder einer übern Weg läuft sach ich Bescheid, versprochen.


Auch schön, petrol mit Kleeblattfutter (Foto: Derbe)
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sn das fürn Lied? La isla bonita von Madonna
Wo kann ich das kaufen? Derbeshop

Right back where we started from

Posted in Blumen, Blumenladen, Deko, diy, I f*ing made that!, Selbermacher by lovesonic on 22. März 2014

Wow, ich hätte nicht gedacht, dass ich mich nach einem Winter, der nie so richtig da war, so über den Frühling freuen würde. Schon die Krokusse im Park hab ich freudig persönlich begrüßt. Gestern gab’s tatsächlich das erste sonnige Mittagessen im Freien, wie wunderbar.

Heute aber dann Regen und grau, das konnte ich definitiv nicht einfach so hinnehmen. Also auf ins Fachgeschäft und Frühling fürs Zimmer eingekauft.

Narzissen und Ranunkeln in gelb und orange sind’s geworden. Wenn’s am Montag immer noch regnet bin ich allerdings trotzdem beleidigt!

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Sn das fürn Lied? California here we come von Phantom Planet
Wo kann ich das kaufen? Vase
Mehr Blumiges

Wir reißen uns von allen Fäden ab

Posted in body-image, diy, fashion, handmade, I f*ing made that!, Nähmaschine, Selbermacher by lovesonic on 9. März 2014

Das Beste, was ich mir bisher genäht hab, war eine kurzentschlossene Nachmittagsaktion mit Stoff aus dem schwedischen Möbelhaus und der fixen Idee vom A-Linie-Kleid. Ich hatte schlichtweg keine Lust mehr, jeden Schnitt erstmal komplett umzumodeln, weil die Entwerfer von Damenmode eine andere Form von Frauenkörper als Vorbild bevorzugen. Das Ding war eigentlich nur dafür gedacht, mich auf die erste und bisher einzige White-Party meines Lebens zu begleiten. Eigentlich trage ich aus Prinzip kein Weiß, weil ich dann das Gefühl hab, ich seh aus wie ein Kühlschrank. Das Kleid aus dem coolen Hausmuster-Vorhangstoff, den’s leider mittlerweile nicht mehr gibt, ist nach seinem großen Partyauftritt wider Erwarten eins meiner Lieblingsstücke geworden. Mit dem richtigen Schnitt geht Weiß also doch. Das ist die eine Erkenntnis, die ich aus diesem Nähabenteuer gewonnen hab. Außerdem hab ich gelernt, dass einfach mal machen irre befreiend sein kann und zwar in jeglicher Hinsicht. Ich hab bei dem Teil nichtmal die Innennähte versäubert und dachte, dass wird deswegen spätestens nach der zweiten Wäsche untragbar sein. Nö, absolut nicht. Mittlerweile hab ich mir mit dem gleichen Schnitt nur kürzer und in Rot mit Punkten auch noch ein Oberteil genäht, trag ich auch ausgesprochen gerne. Für die Variante mit den Wolken, hab ich dann endlich mal die Ärmel überarbeitet, auf dass sie nicht immer so viele Falten schlagen müssen unterm Arm. Das ein oder andere Modell von der Sorte darf gerne demnächst in meinen Kleiderschrank einziehen. Wobei ich mir letzens doch mal wieder einen richtigen Schnitt bestellt hab. Schaumer mal, ob wir Freunde werden können wir zwei.

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Sn das fürn Lied? Lila Wolken – Marteria, Yasha & die grandiose Miss Platnum
Wo kann ich das kaufen? Stoff, Hose
Mehr: Body-Image

Frühling, ja du bist’s!

Posted in Foto, Foto-Serie by lovesonic on 7. März 2014

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If it walks like a duck and talks like a duck…

Posted in body-image, fashion, imho, Meinung, shocking truth, was ich noch zu sagen hätte by lovesonic on 1. März 2014

Ich hab gestern was rausgefunden, was mich mehr froh gemacht hat, als ich mir das vorher hätte vorstellen können. Es gibt eine Schublade, in die ich reinpasse, und zwar genau deswegen, weil ich Schwierigkeiten habe in Klamotten von der Stange reinzupassen. Irre, oder?!
Im regulären Sortiment der regulären Modeanbieter kann ich in ausgewählten Geschäften mit etwas Glück ganz oben am Größenspektrum den ein oder anderen Treffer landen. Kürzlich hab ich mir mal was in England bestellt, bei so einem Plus Size-Label in der kleinsten Größe, die mir deren Online-Shop angeboten hat. Ich war mir dessen nicht bewußt, dass es mich mal so unglücklich machen würde, dass mir was zu groß ist. Seit gestern weiß ich, das liegt schlicht und ergreifend daran, dass eine reguläre 44 bzw. 46 nicht gleich einer Plus Size 44 respektive 46 ist. Wer sich sowas warum ausdenkt ist mir absolut schleierhaft. Ich hab also irgendwie ständig das Gefühl, ich bin im falschen Film und das führt dann unterschwellig irgendwie dazu, dass ich mir selber immer falscher vorkomme. Schön blöd eigentlich, vor allem, weil ich im Grunde ganz gerne mag, wie ich aussehe, also oft bis meistens, aber für sein Unterbewußtsein kann man ja bekanntlich nix.
Irgendwann bin ich beim Internetquerlesen dann mal auf die ein oder andere von den Fatshion-Mädels gestoßen und war total fasziniert von deren “Ihr könnt mich alle mal gern haben, ich bin super, so wie ich bin, macht mal bessere Klamotten für uns und basta!”-Einstellung. Bewundernswert oder?
Und das hat ja auch wirklich was bewegt, weniger auf den Laufstegen, aber zumindest doch im Retailsegment. Die ganze Bewegung, die da entstanden ist über die letzen Jahre, konnte man in den Chefetagen der Modeindustrie wohl nicht mehr wegignorieren. Wenn man genug Stimmen hat, die “Wir wolln euch unser Geld geben” rufen, dann kommt das scheinbar auch da an, wo’s hingehört. Herzlichen Glückwunsch kann ich da nur sagen und – ich will das auch!
Es wird Zeit, dass wir auch eine Bewegung werden, wir Inbetweenies (Danke, Edith Dohmen und Robyn Lawley). Ich weiß noch nicht so richtig, ob ich es mag das Label auf meiner neuen Schublade, aber es ist mir glaub ich auch ganz egal, was außen drauf steht, Hauptsache ich pass endlich wo rein.
Wo war ich? Ach so, Inbetweenies, das sind also Frauen, die gern zwischen dem Normgrößenspektrum und den Plus-Größen einkaufen würden. IHR HABT UNS EINFACH VERGESSEN! HALOOHOOO! Seid Ihr blind, Modemenschen? Ich hab so einen leisen Verdacht, dass wir im Grunde ganz schön viele sind. Und ich finde wir sollten alle dringend damit aufhören, es unseren Körpern übel zu nehmen, dass sie nun mal ohne viel Verzicht keine Größe 42 werden wollen. Wir sollten lieber damit anfangen, es den Modemachern übel zu nehmen, dass sie uns einfach wegignorieren. Und wenn ich schon dabei bin, mich zu beschweren, dann auch mal hier: Hallo großes deutsches Selbernähmagazin, warum gibts nur ausgewählte Schnitte bis maximal 44, ist das wirklich so ein großer Aufwand, da jedes mal zwei Größen mehr mitauszuzeichnen?
So, unterm Strich bin ich also immer noch sehr unzufrieden mit der Gesamtsituation, aber immerhin weiß ich jetz, dass ich nicht allein da stehe mit meiner Frustration. Geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid und so. Wenn du also auch ein Inbetweenie bist, dann sag mir doch mal, wie du das so für dich löst mit der Angebotsknappheit im Modeladen. Nähst du selber? Hast du nen Plus-Size-Hersteller aufgetan, der ne realistische 44/46 anbietet. Oder kaufst du wie ich Sachen, die nicht so richtig toll sitzen in der Hoffnung, dass sie irgendwann vielleicht bald mal besser sitzen, weil ab morgen keine Schokolade mehr.
Ich bin endlich angekommen und sitze schon mal im Inbetweenie-Stuhlkreis, mein rechter rechter Platz ist leer…

Junge, brich deiner Mutter nicht das Herz

In Deutschland ist es (noch?) nicht üblich, dass man werdenden Müttern kurz vor der Geburt eine Baby-Party ausrichtet. Seit Jahren kuck ich mir also begeistert amerikanische Babyshower-Fotos von putzigen Cupcakes und passenden Girlanden an. Bei uns gibt’s ja eher so den traditionellen “Willkommen im Leben”-Besuch nach der Geburt. Und weil man als frischgebackene Mutter weiß Gott anderes zu tun hat, als Backform und Kochlöffel zu schwingen, fand ich es durchaus angebracht, wenigstens den Kuchen zum Kaffee mitzubringen. An der farblich abgestimmten Girlande arbeite ich noch.

Die Schoko-Cupcakes sind das One Bowl Chocolate Cupcakes-Rezept von Martha Stewart mit dem Best and Easiest Chocolate Frosting von Lauren’s Latest oben drauf. Die helle Variante sind Martha Stewarts Polka-Dot-Cupcakes.
Die “It’s a boy”-Topper könnt Ihr hier herunterladen. Einfach ausdrucken, ausschneiden und mit Klebestift – einen Zahnstocher dazwischen – zusammenkleben. Wenn Ihr ganz lieb fragt, mach ich vielleicht noch eine “It’s a girl!”-Variante, wie wär das?

Mehr Freebie-Printables

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Wasn das fürn Lied? Junge schon wieder von die Ärzte

Manchmal schließe ich die Augen, stell mir vor ich sitz am Meer

Posted in Foto, Foto-Serie, Serie by lovesonic on 31. Januar 2014

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sn das fürn Lied? Westerland von die Ärzte

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Wir glauben so stark an die Hip Hop Kultur

Posted in imho, in Gedanken, Meinung, Musik, was ich noch zu sagen hätte by lovesonic on 30. Januar 2014

imho | In einem früheren Leben hab ich mal studiert, unter anderem Englische Linguistik im Nebenfach. Damals gab’s einen Jung-Dozenten mit Vision, der hat ein Seminar angeboten über Hip Hop-Kultur. Natürlich bin ich da hingegangen, zusammen mit einigen Lehramtsstudentinnen, die vermutlich jemand kannten, der mit jemand befreundet war, der immerhin ein, zwei Hip Hop-Alben im Schrank stehen hatte. Für die Debatte, die jeden Dienstag von 14 c.t. bis Viertel vor 4 aufbrandete warn allerdings genau 3 Personen von Bedeutung. Der Dozent, klar der hat sich das ja ausgedacht, also hatte er auch irgendwie das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ein Lokalmatador der städtischen Hip Hop-Szene, der im örtlichen Kulturzentrum damals regelmäßig an den Plattentellern stand und sogar im Lokalradio auftrat und der selbsternannte Gesprächsführer. Ich hab ihn damals den “Hip Hop-Fundamentalisten” getauft. Der Mann hat unbeirrt das so schön durchdachte Konzept des Seminars jede Woche aufs neue sabotiert. Durch profane Provokation des Dozenten, der sich auf seine Plattensammlung, die er in den sehr frühen 80er mit Beginn der Bewegung begonnen hatte, durchaus was einbilden wollte.
Also haben wir nicht die mühsam kopierten und von mir und den Lehramtsstudentinnen brav getextmarkerten Essays über afroamerikanische Kulturtheorie besprochen, sondern wurden Zeugen, eines Schlagabtausches darüber, wer den nun der relevanteste Hip Hop Artist war, ist und bleibt. Und ob Grandmaster Flash’s “The Message” als Geburtsstunde des Hip Hops gelten darf, weil das ja nun mal kommerziell erfolgreich war, Seele verkauft und so. Der Local-Hero-DJ, sozusagen als einziger mit Credibility im Raum, wurde hin und wieder nach seiner Expertenmeinung gefragt. Aber alle anderen, also die Lehramtsstudentinnen, die Nebenfach-Sport-Jungs und ich auch, wir hatten einfach nix zu sagen. Und ich hätt wirklich gern mal was gesagt, vor allem als Die Fantastischen Vier als Witzfiguren und Verräter beschimpft wurden. Ich frag mich bis heute, was eigentlich den Hip Hop-Fundamentalisten dazu erhoben hat, der einzige zu sein, der im zugigen Seminarraum im sechsten Stock des Philologie-Gebäudes dachte zu wissen, wo’s lang geht. Im Grunde war das alles aber auch ein sehr interessantes Lehrstück, wie das so geht mit dem Hip Hop.
Also erstmal ist das ganze eine klare Männerdomäne. Und die mit dem dicksten Selbstbewußtsein, die battln sich. Dann gibt’s vielleicht noch einen Schiedsrichter, der als Experte und unabhängige Autorität auftritt. Frauen sind sowieso nur schmückendes Beiwerk, oder, wenn sie sich einbilden mitmischen zu können, dann werden sie nicht so richtig ernstgenommen. Ich hab nämlich doch mal was gesagt, zur Verteidigung der Helden meiner Jungend. So richtig mit allen Mut zusammennehmen und Herzklopfen. Immerhin hat man mich ausreden lassen. Mehr hab ich allerdings auch nicht eingefordert. Jetz würd ich mich vielleicht anders verhalten, aber darum geht’s hier eigentlich überhaupt nicht.
Die These, die das ganze Semenster über im Raum stand, war Hip Hop ist verwoben mit der afroamerikanischen Kultur. Hip Hop existiert nicht außerhalb der afroamerikanischen Kultur. Wenn vier so Milchbrötchen denken, sie könnten sich der mühevoll erfundenen Musikrichtung bedienen, dann ist das maximal Frevel und da kann auf keinen Fall was sinnvolles dabei rauskommen.
Obwohl ich damals eben eher stiller Teilnehmer der Veranstaltung war, und auch meine Plattensammlung weder an Umfang noch an 80er-Jahre-Autheniziät mit der des Dozenten mithalten konnte, so war ich doch der Meinung, dass ich durchaus Ahnung hab vom Hip Hop. Und das denke ich bis heute. Ich kann immernoch nicht alle relevanten MCs und DJs und vor allem nicht Stücke aufzählen, weil ich eben schlichtweg als ich zum Hip Hop kam keinen Zugang hatte zu anderen Medien als Mainstreamradio und Bravo. Damals gab’s noch kein Internet. Und wir hatten auch kein Kabelfernsehen, also war auch nix mit MTV. Aber wie sich das anfühlt Hip Hop und was es für mich bedeutet hat, in weiten Hosen kopfnickend bei den Fantas im Konzert zu stehen, davon hab ich einiges verstanden. Wahrscheinlich war Hip Hop für mich sogar eine ernstere Sache als für den Fundamentalisten. Ich kann’s nämlich bis heute nicht wirklich in Worte fassen, was es mir bedeutet, da hab ich einfach zuviel Respekt davor. It’s magic.
Und für mich persönlich wirds immer dann besonders magisch, wenn ich mich auch mit den Texten wirklich identifizieren kann. Da kommt mir deutscher Hip Hop sehr entgegen, das ist nun mal meine Muttersprache, da fällt mir der Zugang ganz einfach deutlich leichter. Ich mag’s also ganz gern, wenn inhaltlich weniger vom harten Leben im Ghetto die Rede ist. Deswegen ist Fettes Brot auch auf meiner Top Hip Hop Artist-Liste ganz weit oben. Als Junge aus der Hamburger Vorstadt einfach über das zu rappen, was in meinem Leben vorgeht und nicht irgendeine Gangster-Attitüde zu adoptieren, weil die nach der Meinung vom Hip Hop Fundamentalisten und seinen Freunden nun mal zu den Grundsäulen der Hip Hop-Kultur gehört, das ist für mich keep it real.
Das schätze ich auch an Sido sehr, dass er die Veränderungen, die mit dem Erfolg in seinem Leben stattgefunden haben auch inhaltlich in seine Musik einfließen lässt.
Ich muss zugeben ich bin zunehmend raus, aus dem sich immer erneuernden Popmusikbusiness. Ich mag gern die Musik hören, die mir in meiner Wachstumsphase viel bedeutet hat. Ich weiß nicht, ob das automatisch passiert, wenn man die 30 überschritten hat, oder ob ich einfach ein nostalgischer Mensch bin. Damit ich mir was intensiv und mit voller Konzentration anhöre, muss es mir schon deutlich und mehrfach positiv auffallen beim Vorbeizappen im Musikfernsehen oder auch beim Autofahren, da hör ich ganz gern Radio. Kraftklub zum Beispiel hat mich sehr geflasht und auch Cro, beide haben für mich was irrsinnig innovatives. Und auch wenn ich mir gar nicht vorstellen mag, was der Hip Hop Fundamentalist zu deren Einordnung im Plattenregal unter Hip Hop/Rap zu sagen hätte, ist auch das für mich Hip Hop. Warum? Weil sichs so anfühlt, Kopfnicker und so.

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sn das fürn Lied? Die meisten Meiner Freunde von Fettes Brot

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